Das Leitbild des Alterszentrums
Genossenschaft als Fundament
Die Genossenschaft Altersheim und Alterssiedlung ist seit 1968 Trägerin des Alterszentrums Kreuzlingen. Die Genossenschaft bietet mit dem Alterszentrum Wohnmöglichkeiten, Dienstleistungen und weitere vielfältige Aktivitäten für Betagte aus Stadt und Region. Das Alterszentrum ist ein unabhängiges Unternehmen, das zukunftsorientiert und eigenwirtschaftlich geführt wird. Als Zentrum bietet das Haus Dienstleistungen, Veranstaltungen, Märkte, Begegnungs- und Aktivitäts-Angebote für Hausbewohner und die Öffentlichkeit.

Heim und Zentrum
Auftrag
Senioren aus den Partnergemeinden finden im Alterszentrum Verschiedenartige Wohnmöglichkeiten, Pflege und Betreuung, unabhängig von ihren persönlichen und finanziellen Verhältnissen. Lebensgeschichte, Neigung und Eigenart unserer Bewohnerinnen und Bewohner sind zu respektieren. Dies allerdings nicht zulasten der Wohn- und Lebensqualität der Hausgemeinschaft. Bewohnerinnen und Bewohner gestalten ihren Aufenthalt im Alterszentrum nach ihren persönlichen Bedürfnissen, Vorstellungen und Neigungen. Dienstleistungen und Hilfestellungen können im Rahmen unseres Angebotes jederzeit angefordert werden. Zur Förderung des Lebensinhaltes und der inneren Befriedigung können Bewohnerinnen und Bewohner verschiedene Aufgaben im Haus übernehmen. Die aktive Beteiligung wird ergänzt durch Therapieangebote, welche zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Beweglichkeit dienen, vorhandene Fähigkeiten nutzen und die Gemeinschaft pflegen.
Die Würde des Menschen
ist unantastbar
Jeder Mensch besitzt die unverlierbare, inhärente Würde. Insbesondere im Umgang mit betagten Menschen, in der Pflege, im Umgang mit Leidenden und Sterbenden ist dieser anspruchsvolle Würdebegriff wegleitend. Wir verpflichten uns dieser Auffassung auch aktiv in der Öffentlichkeit. Gesundheit und Krankheit gehören gleichermassen zum individuellen menschlichen Leben mit veränderlichen Zuständen und vielfach fliessenden Übergängen. Wir betrachten das Altwerden nicht als Krankheit, sondern als einen natürlichen Vorgang. Altwerden schafft aber neue, engere Grenzen und damit die Notwendigkeit, innerhalb dieser individuellen Grenzen angepasste Möglichkeiten zu finden. Auch der gesunde ältere Mensch erlebt zunehmende körperliche und geistige Einschränkungen, die seine Mobilität vermindern, seine Selbstversorgung erschweren und ihn zunehmend von Hilfsmitteln und persönlichen Hilfen abhängig werden lassen. Alle Pflegmassnahmen erfolgen im engen Kontakt mit den Hausärzten der Betroffenen. Die Freiwilligenarbeit wird gefördert durch fachliche und mentale Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Freiwilligenarbeit ergänzt die professionellen Leistungen mit Angeboten, welche den Bewohnern zugute kommen.
Bewohner im Mittelpunkt
Daheim ist der Mensch dort, wo er sich wohl fühlt und auskennt. Diese Atmosphäre gestalten wir täglich. Wir begegnen den Bewohnern und Gästen mit Achtung, Menschlichkeit und Wärme. Wir respektieren den Persönlichkeits- und Intimbereich unserer Bewohner und bewegen uns in deren Räumlichkeiten mit der gebotenen vornehmen Zurückhaltung. Wir unterstützen und fördern die Selbständigkeit, die Eigenverantwortung und die Selbstbestimmung unserer Bewohner. Die Verpflichtung zur Wahrung der inhärenten Würde nimmt den uns anvertrauten Menschen die Angst vor dem Verlust ihrer Menschenwürde in der Pflege, am Lebensende, beim Sterben; Es entlastet auch vom Druck, durch irgendwelche eigenen Anstrengungen „würdig“ alt zu werden, zu leiden und sterben, d.h. sich die eigene Würde selbst im letzten Lebensabschnitt noch sichern zu müssen; Es hilft zu einem ganzheitlicheren Menschenverständnis, das auch Abhängigkeit von der Fürsorge anderer zulassen kann. Unser Verständnis der Menschenwürde ist massgebend für den respektvollen, im kontingenten Sinne würdevollen Umgang mit Betagten durch Angehörige, Pflegende und Ärzte. Sie hilft Betreuenden und Pflegenden, einen Menschen nicht nur mit einem Blick auf seine allfälligen Defizite, auf das möglicherweise Schwierige und Unangenehme in seinem gegenwärtigen Zustand anzusehen, sondern hinter diesem Vordergründigen, das uns selbst vielleicht abstossen oder beelenden mag, die Würde seiner Person wahrzunehmen, zu achten und ihn entsprechend zu behandeln. Wir begleiten und behandeln die Betagten so, dass sie spüren, dass wir sie auch in schwierigen Situationen in ihrer Würde achten und respektieren.
Qualität und Professionalität
Die Dienste unseres Hauses werden mit hohem Anspruch an Professionalität geleistet und gefördert. Zur Professionalität gehört Qualitätsbewusstsein, das Denken und Handeln für das Gemeinschaftswerk aller Beteiligten, ausgerichtet auf die Interessen und Bedürfnisse der Bewohner. Mit gezielten Massnahmen fördern wir unser Wissen und Können sowie die Erhaltung und stete Verbesserung des hohen Qualitätsstandards gemessen an den zeitgemässen Kenntnissen in der Betagtenbetreuung. Insbesondere verstehen wir unsere professionelle Krankenpflege als Problemlösungs- und Beziehungsprozess. Freiwilligenarbeit ergänzt die professionellen Leistungen. Gut qualifizierte, selbständige und initiative Mitarbeiter finden im Alterszentrum einen interessanten und befriedigenden Arbeitsplatz.
Initiativ und verantwortungsvoll
Kooperativer Führungsstil, die Bereitschaft zur Teamarbeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit und hohe Flexibilität dienen der gemeinsamen Lösung der Aufgabe. Einer offenen, sachlichen und zeitgerechten Information und Kommunikation schenken wir auf allen Ebenen grosse Aufmerksamkeit. Wir wollen hohe Transparenz, aber unter Wahrung der absoluten Diskretion von schutzwürdigen privaten und unternehmerischen Interessen. Die Kommunikation hat dem Wohlbefinden aller Beteiligten zu dienen, Krisen möglichst zu vermeiden oder rasch und nachhaltig zu lösen. Ein Bewohnerausschuss gibt der Wohngemeinschaft das Instrumentarium für Mitsprache und Mitgestaltung. Die Hausleitung und die Bereichsleiter nehmen persönliche Anliegen und individuelle Anregungen der Bewohnerinnen und Bewohner auf und suchen im Einvernehmen mit den Betroffenen nach gangbaren Lösungen.
Mitsprache und Mitgestalten
Die Bewohnerinnen und Bewohner haben ein partnerschaftliches Recht auf Mitsprache und Mitgestaltung bei Einrichtung und Gestaltung der öffentlichen Räume, der Aussenanlagen, der Menuplanung, in Sicherheitsfragen usw. Anregungen und Kritik sind erwünscht. Kulturelle und gesellschaftliche Anlässe im Haus bringen gemeinsame Erlebnisse, Anregungen und Freude. Dazu ist auch die Bevölkerung eingeladen. Auch die Cafeteria ist öffentlich und fördert die Begegnung zwischen den Generationen. Ständige Angebote sind zudem der Mahlzeitendienst, Vermietung von Hilfsmitteln, Coiffeur, Fusspflege usw. Das Alterszentrum sucht und pflegt den Kontakt mit den Angehörigen der Bewohner. Begegnungen und andere Kommunikationsmittel dienen dem Informationsaustausch, der Offenlegung von Wünschen und Anliegen. Das Alterszentrum pflegt eine konstruktive Zusammenarbeit und damit ein gutes Einvernehmen mit Ärzten, Spitälern, Spitexorganisationen, Amtsstellen und Kirchen.
Ein offenes Haus
Das Alterszentrum ist ein lebendiger Treffpunkt für Stadt und Region. Es fördert die Begegnung zwischen den Generationen. Das Alterszentrum schafft und pflegt ein breites Angebot an Dienstleistungen und Veranstaltungen für die Bewohner und für die Öffentlichkeit.